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Fazit:

Im Gegensatz zum letzten Mal war das Wetter leider sehr unbeständig. 2 Wochen früher hätten wir in Norwegen schönstes Sommerwetter erleben können, aber man kann sich die Reisezeit nicht immer aussuchen.

Wandern:

Die Norweger scheinen sehr wanderfreudige Leute zu sein. In Norwegen gibt es dafür schliesslich jede Menge Möglichkeiten. Wandern in Norwegen erfordert ähnliche Vorbereitung und Ausrüstung wie in den Alpen. Dabei darf man sich nicht von der relativ geringen Höhe vieler Berge täuschen lassen. Klimatisch entsprechende Regionen in den Alpen liegen ca. 1000 Meter höher. So waren wir auf dem Peer-Gynt-Weg mit über 1700 m Höhe im August ohne Handschuhe und Wollmütze schon unzureichend ausgerüstet. Über die erforderliche Ausrüstung informiert jeder gute Wanderführer.

Apropos Wanderführer: Wir sind zwar gut zu Fuss, aber die dort angegebenen Gehzeiten haben wir nie ganz geschafft. Vielleicht sind die Zeiten eher auf geübte Norweger zugeschnitten.

Strassen:

Die Durchgangsstrassen sind geteert, und zwar in der Regel mit einem hellen, selbst bei Nässe sehr griffigen Material. In den Wandergebieten haben wir aber auch noch vereinzelt Schotterpisten angetroffen, um Lenningen herum sogar über viele Kilometer. Die meisten Strassen sind recht schmal und kurvig.

Routenplanung:

Man kann mit einem Durchschnitt von ca. 50 Kilometern in einer Stunde rechnen. Wenn man also 300 km an einem Tag zurücklegen will, ist man allein 6 Stunden auf der Strasse. Nicht vergessen: Ausreichend Zeit für die Rückfahrt einplanen. Unsere Planung hing von den Wandertouren ab, die wir vorher aus einem Wanderführer herausgesucht hatten.

Preise:

Norwegen ist teuer.

Lebensmittel kosten ca. die Hälfte mehr als zu Hause. Nach Alkohol-Preisen haben wir gar nicht erst geschaut.
Wir haben uns vorher zu Hause reichlich mit Konserven eingedeckt. In Norwegen haben wir nur noch ab und zu frisches Obst und Brot ergänzt. Die erlaubte Menge Alkohol haben wir in Form von Rotwein mitgenommen, den muss man nicht kühlen.

Treibstoff: Für den Liter Diesel haben wir ca. 8,6 bis 8,9 Kronen bezahlt.
Dank der Ökosteuer zu Hause sind die Treibstoffpreise in Norwegen kaum noch höher als bei uns. Ausserdem hält sich bei Tempolimit 80 der Verbrauch in Grenzen. Bei den grossen Entfernungen kommt aber einiges zusammen. Das sollte man vor Reiseantritt schon mal überschlagen.

Maut/Strassenzoll: Von 15 Kronen für das Autobahnstückchen zur schwedischen Grenze über 20 Kronen für die Stadtautobahn von Oslo oder den Schotterweg zur Gletscherzunge Austerdalsbreen bis 150 Kronen für die neu ausgebaute westliche Umgehung des Plateaugletschers Jostedalsbreen muss man hier mit allem rechnen. Immerhin haben wir so weit im Landesinnerern dieses Mal keine Fähren in Anspruch nehmen müssen.

Eintrittspreise: Auch hier schlagen die Norweger ordentlich zu. Die Besichtigung der Stabkirche in Urnes (nur mit Führung möglich) hat uns allein 80 Kronen gekostet (Familienkarte)

Übernachtungen:

Hütten sind überall reichlich vorhanden. Mit Preisen um 300 Kronen waren sie sogar etwas günstiger als vor 2 Jahren. Das kann aber auch an der späten Reisezeit gelegen haben. Problem: An den Wochenenden werden die Wandergebiete verstärkt von den Norwegern frequentiert. Dann kann es schwierig werden, eine Hütte zu bekommen.

Wetterbedingt konnten wir dieses Mal nicht auf das Zelt ausweichen.

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